Light vs. Fett – Was ist gesund und was schadet uns?

Ob light oder zero – diätische Lebensmittel lassen uns schon seit einigen Jahren glauben, dass sie zu den ,,guten“ Alternativen gehören, mit denen man das ,,ungesunde und dickmachende“ Fett ersetzen sollte. Die Produkte seien gesünder, würden genauso gut schmecken wie fetthaltige Produkte und der Bauchumfang solle nicht weiter werden. Zumindest will uns die Lebensmittel-Industrie genau das vermitteln und bringt Produkte, wie zum Beispiel Light-Käse und Softdrinks mit Zero-Zucker auf den Markt. Joghurt-Fruchtgummis werden im Fernsehen von Models mit dem Spruch ,,Ganz ohne Fett‘‘ beworben und die Menschheit möchte am liebsten solche Konzerne hochleben lassen, die damit Angst vor dem hochkalorischen Makronährstoff auslösen. Ob fettreduzierte Lebensmittel jedoch wirklich so eine tolle Alternative für uns darstellen, sollte etwas genauer hinterfragt werden.


Light ist nicht gleich leicht


Ein Joghurt muss mindestens 40 Prozent weniger Fett als ein Vollfett-Joghurt haben, um als light deklariert werden zu dürfen. Klingt an sich erst einmal vielversprechend, jedoch möchte der Hersteller, dass das Produkt geschmacklich auch möglichst nahe am Original ist, also werden den Light-Produkten gewisse Mengen an kurzkettigen Kohlenhydraten, wie Zucker oder Alkohol zugefügt. Da Kohlenhydrate im Gegensatz zu Fetten nicht hochkalorisch sind, ergibt sich bei der fettreduzierten Variante zwar ein niedrigerer Kalorienwert, aber leider steigt durch diese kurzkettigen Kohlenhydrate unser Insulin rasant an. Das führt dazu, dass die Energie (Zucker), die nicht gebraucht wird, unter dem Einfluss des Insulins in Fett umgewandelt und als solches im Körper gespeichert wird. Gleichzeitig kann jedoch keine Fettverbrennung stattfinden.


Aspartam – Die reine Chemie


Der Süßstoff Aspartam, der unter anderem in Cola-Light zu finden ist, entsteht durch Reaktion, Überführung und Umsetzung von Asparaginsäure, Phosphoroxychlorid, cyklisches Carbonsäureanhydrid und Phenylalaninmethylester. Daran kann man gut erkennen, dass an diesem Süßstoff nichts natürlich ist bzw. nicht einmal etwas natürliches enthalten ist. Führt man Aspartam dem Körper in hohen Mengen zu, kann es zu verschiedenen Beschwerden und Krankheiten kommen, zum Beispiel Krebs, Tumore, Läsionen in verschiedenen Organen sowie Nieren- und Nervenschäden. Wir sehen also, dass durch den Fettersatz nicht nur die Figur, sondern auch die Gesundheit leidet.


Man muss zwischen guten und schlechten Fetten unterscheiden


In Milchprodukten und Fleisch sind gesättigte Fette enthalten. Bei übermäßigem Verzehr können diese Fettsäuren die Gefahr von Gefäßverkalkungen und Herzinfarkten erhöhen. Genießt man Nahrungsmittel, die diese Fette beinhalten, in Maßen, sind sie unbedenklich und sogar für die Produktion wichtiger Hormone notwendig. Gesättigte Fette sollten wir demnach nur in geringen Mengen konsumieren – Transfette hingegen sind nicht nur ungesund, sondern auch krebserregend. Diese Fettsäuren entstehen beim Härtungsprozess durch zu starkes Erhitzen des Fettes. Transfette sind der Grund für einen hohen Cholesterinspiegel im Blut, nicht etwa Butter und Eier, wie sehr lang behauptet wurde. Ein hoher Gehalt von Transfetten findet sich wieder in Gebäcken mit Blätterteig, wie Croissants, Gebäcke und Kuchen mit Backmargarine, Waffeln sowie frittierte Nahrungsmittel, wie Pommes-frites, Burger und panierter/s Fisch/Fleisch. Viele machen den Fehler und erhitzen fest gewordenes Fett mehrmals, zum Beispiel beim Frittieren, was die Transfette jedoch von Mal zu Mal krebserregender werden lässt.


Gesunde Fette sind lebensnotwendig


Wenn wir kein Fett mehr zu uns nehmen, würden wir in kürzester Zeit sterben. Hier ist die Rede von ungesättigten Fettsäuren, wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese schützen und reparieren Organe wie Lunge, Herz und Nieren durch Stammzellen, die im Fettgewebe gespeichert sind. Durch Fett kommt es zur Bildung von Hormonen, wie Östrogen. Vitamine, wie A, D und E können vom Körper erst gar nicht ohne Fett aufgenommen werden. Die bekanntesten Omega-3-Fettsäuren sind zum einen die Eicosapentaensäure (Lachs) und die Linolensäure (Walnuss-, Raps- und Leinöl). Hinzu kommt, dass die Aufnahme von Fett den Blutzucker nicht ansteigen lässt, egal ob gesättigte oder ungesättigte Fettsäure, was uns über einen längeren Zeitraum satt bleiben lässt.


Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Fett ein Geschmacksträger ist. Das kann natürlich für Menschen mit Übergewicht eher suboptimal sein, jedoch ist es bei Fett genauso wie bei allen anderen Nährstoffen, die man zu sich nimmt: Zu viel kann dem Körper schaden, daher sollte die Ernährung ausgewogen sein. Viel (gutes) Fett erhöht zwar das Risiko für Übergewicht, steht aber nicht in direktem Zusammenhang mit Bluthochdruck oder Krebs. Es als Dickmacher abzustempeln ist auf jeden Fall falsch. Schlechte Fette sollten einfach vermieden werden, um für die gesunden Platz zu schaffen. Statt Vollmilchschokolade lieber zu Nüssen greifen und beim Braten statt Bratfett eher Oliven- oder Rapsöl verwenden (gelegentlich kann auch etwas Butter genommen werden).


Lieber zu Bio greifen


Bei Pflanzen-Ölen ist drauf zu achten, dass sie bei der Verarbeitung kalt gepresst wurden und nicht raffiniert sind. Bei Bio-Ölen wird darauf explizit geachtet und man hat eine sehr große Auswahl von Avocado- bis Walnussöl.


Fazit


Es ist nicht verwerflich, ab und an ein Light- oder Zero-Produkt zu konsumieren, wenn wir es nicht übertreiben. Um gesund zu sein und auch zu bleiben, sollten wir dem Körper weiterhin die Nährstoffe zuführen, die er zum Arbeiten und Funktionieren braucht – in einem ausgewogenen Verhältnis.


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