Der wichtigste Fakt im Muskelaufbau über den du dir nicht im klaren bist!

Was du jetzt tust und deinem Körper zuführst, wird sich später bemerkbar machen. Das gilt nicht nur für den Missbrauch von Alkohol, Drogen oder ähnlichem. Diese Tatsache gilt vor allem auch wenn es um die Ernährung geht. Führen wir unserem Körper Tag für Tag, über Jahre tonnenweise Kohlenhydrate zum, und dabei ist es egal um welche Art von Kohlenhydraten es sich handelt, wird die Insulinsensitivität des Körpers über Zeit absinken.


Kohlenhydrate und Insulin


Mittlerweile zeigen Studien, dass ca. 98% der Bevölkerung zu einem gewissen Grad an Insulinresistenz leiden was bedeutet dass der Körper die Fähigkeit verliert, Kohlenhydrate richtig zu verstoffwechseln und zu nutzen. Der Grund dafür wurde bereits oben erwähnt. Die Zellen funktionieren schlichtweg nicht mehr wie in jungen Jahren. Leider hat das Ganze wenig mit dem Älter werden zu tun, sondern vielmehr mit dem "Missbrauch" und dem enormen Konsum an zuckrigen Lebensmitteln und Kohlenhydraten, mit dem wir unsere Bauchspeicheldrüse und unseren Organismus über die Jahre überladen haben.


Mit dem Finger auf deinen lieblings Pro Bodybuilder wie Kai Greene, Phil Heath oder Jay Cutler zu zeigen und zu sagen "ja, die Jungs schaufeln sich doch Tonnen davon rein und es funktioniert, also mach ich das auch" wird dich nicht weiterbringen! Profiathleten sind nicht nur körperlich genetisch bevorzugt, sie haben des Weiteren auch eine genetisch günstige Eigenschaft Kohlenhydrate in größeren Mengen zu verarbeiten - anders als bei dem Normalo!


Kohlenhydrate sind absolut notwendig für starke Leistung im Training und unabdingbar für Muskelaufbau. Des Weiteren können große Mengen an Kohlenhydraten auch für ein rasantes Wachstum verantwortlich sein - über einen kurzen Zeitraum. Allerdings ist diese Wachstumsrate nur von kurzer Dauer, da wir nach kurzer Zeit immer unsensibler auf den Nährstoff reagieren und anstatt weiteren Muskeln, hauptsächlich Fett und Wasser ansetzen werden. Das Worst-Case-Szenario das eintreten kann ist, dass wenn wir nicht schnell reagieren und uns weiterhin mit Carbs vollstopfen, in der Hoffnung immer weiter aufzubauen, wir über kurz oder lang die Sensibilität komplett verlieren können und diese nicht wieder zurückerlangen.


Wenn die Zellen einmal nicht mehr richtig funktionieren oder die Fähigkeit verlieren Insulin entsprechend zu nutzen, wird die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin auf Grund des hohen Blutzuckerspiegels in den Körper pumpen. Sind die Zellen allerdings resistent gegen Insulin, bleibt der Blutzuckerspiegel erhöht und die Zellen reagieren nicht mehr auf Glukose! Die Zellen nehmen einfach keine Glukose mehr auf und somit wird diese Glukose als Fett eingelagert.


Natürlich ist das Ganze sehr individuell und kommt auf den Grad der persönlichen Insulinverträglichkeit an. Deshalb kann es unterschiedlich lange dauern, bis sich dieses Szenario realisiert.


Die Lösung


Training ist ein guter Tipp um seine Insulinsensibilität zu verbessern. Allerdings ist es wiederrum schlecht, eine Menge an kurzkettigen Carbs nach dem Training zuzuführen, denn da sind wir wieder an dem Punkt der Insulinempfindlichkeit, welche über Dauer nachlassen wird. In Profikreisen ist diese Tatsache längst bekannt. Genau deshalb ist es so beliebt geworden nach dem Training BCAA's und ein Whey Protein OHNE Kurzkettige Carbs zuzuführen und erst ca. 30 Minuten später eine Kohlenhydratreiche Mahlzeit.


Des Weiteren kann eine längere Low-Carb Zeit sinnvoll sein, wenn wir unsere Insulinsensibilität zurückgewinnen wollen. Probiere einfach mal tagsüber 4 Std. Low Carb zu essen und anschließend einige Kohlenhydrate. Man kann förmlich spüren, wie der Körper darauf sensibler auf den Nährstoff reagiert. Viel länger sollte die Low Carb Zeit allerdings nicht sein, denn dann wird unser Stoffwechsel langsam runterfahren.


Die in meinen Augen beste Form, um die Insulinsensitivität zu steigern und ganz nebenbei die beste Art Fett zu verlieren ist das Carb-Cycling. Hier wird von Tag zu Tag die Menge an zugeführten Kohlenhydraten variiert. Dies erlaubt Athleten die Kohlenhydratesensitivität zu optimieren und zu maximieren, während der Stoffwechsel durch den ständigen Wechsel zwischen Low-Carb und High-Carb nicht zum Erliegen kommen kann!


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