Zimt für Körper und Geist

Zimt – ein Gewürz, dass wohl schon 3000 v. Chr. in China verwendet wurde, soll nicht nur unser Essen und unsere Getränke aromatisieren, sondern auch die Lernfähigkeit steigern. Das fanden Wissenschaftler der Rush University heraus (siehe Cinnamon May Aid Learning Ability), welche nun dieses Wissen dafür nutzen wollen, um die Gedächtnisleistungen bei Menschen zu verbessern – vor allem Personen mit Lernschwierigkeiten kann geholfen werden. Dieser Baumrindenextrakt hat auch noch weitere Vorteile.


Wie kann sich Zimt auf unser Gehirn auswirken?


Der sogenannte Hippocampus befindet sich im Temporallappen und ist als zentrale Schaltstation im Gehirn tätig. Dort werden Erinnerungen nicht nur gespeichert, sondern auch organisiert und generiert – dafür ist das Protein CREB im Hippocampus zuständig. Haben wir zu niedrige Mengen CREB im Gehirn, bekommen wir Probleme beim Erlernen von neuem Wissen. Dazu kommt noch, dass ein weiteres Protein namens GABRA5 dafür sorgt, dass die Lernfähigkeit noch mehr gehemmt wird (bei Menschen mit Lernschwächen ist mehr GABRA5 im Hippocampus vorhanden).


Die Studie konnte belegen, dass der Organismus Zimt (oral eingenommen) durch Metabolisierung in Natriumbenzoat umwandelt. Natriumbenzoat kommt u. a. als Medikament bei der Behandlung von Hirnschäden zum Einsatz. Durch diese Chemikalie erhöht sich der CREB-Wert im Gehirn und gleichzeitig wird der GABBRA5-Wert vermindert. Dazu kommt noch, dass eine Fähigkeit aktiviert wird, welche Neuronen im Hippocampus verändert. Das Resultat: Effizienteres Lernen ein leistungsfähigeres Gehirn.


Manchmal reicht auch schon der Geruch von Zimt, um den Denkapparat in Schwung zu bringen und unsere kognitiven Leistungen zu verbessern. Darüber hinaus enthält das Gewürz Antioxidantien, wie Proanthocyanidine und Zimtaldehyd, welche die Gehirnzellen und kognitive Fähigkeiten über lange Zeit vor Schäden schützen.


Gut für den Fettabbau und bei Diabetes


Nehmen wir Zimt über die Nahrung auf, führt das in unserem Körper auch zu einer Hitzeentwicklung. Durch die sogenannte Thermogenese wird auf natürlichem Weg verstärkt Energie verbraucht, demnach auch Kalorien.


Eine weitere Eigenschaft, die uns ein langes Sättigungsgefühl gewährt: Die Regulierung von Blutzucker- und Cholesterinspiegel. Wie das funktioniert? Zimt beinhaltet eine wasserlösliche Polyphenolverbindung namens MHCP. MHCP wirkt ähnlich wie Insulin, d. h. die Aufnahme von Glukose in den Zellen wird verstärkt. So muss kein zusätzliches Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet werden. Ein niedriger Insulinspiegel bedeutet auch, dass Fettzellen ihre Reserven abgeben und somit der Körperfettanteil sinkt.


Allgemeines Naturheilmittel


Zur Vorbeugung von Krebs kann Zimt eingesetzt werden, da er sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Auch bei bakteriellen Infekten des Verdauungssystems wird das Gewürz angewendet. Es ist jedoch auch Vorsicht geboten: Zimt beinhaltet Cumarin, was unsere Leber schädigen kann, wenn wir es übertreiben. Richtwert für einen Erwachsenen: Einen halben Teelöffel Zimt pro Tag ist in Ordnung.


Fazit


Zimt ist nicht nur super bei körperlichen Beschwerden, sondern auch als sogenanntes ,,Brain-Food“ zu betrachten. Bei einem kopftechnischen Durchhänger sollten wir ruhig öfter die ,,Nerven-Schoki“ durch einen aufgeschnittenen Apfel mit etwas Zimt ersetzen (schmeckt nicht nur in der Weihnachtszeit ;) ).


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