Sushi - Die Garantie für ein langes Leben?!

Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Menschen in Japan, global gesehen, am ältesten werden. Ihre Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 83 Jahren. Das ist, laut einer aktuellen Studie aus Großbritannien, u. a. auf die, von viel Gemüse sowie Reis und Fisch geprägte Ernährung zurückzuführen. Die wohl bekannteste asiatische Kombination dieser 3 Nahrungsmittel trägt den Namen Sushi. Dieses Gericht soll also mit einer der Gründe für längeres Leben sein – betrachten wir diese These doch einmal genauer.


Allgemein: Was sind die bekanntesten Sorten?


Maki Nigiri Uramaki oder auch Inside-Out Sashimi
Reis mit einer Fisch- oder Gemüsefüllung, ummantelt von einer Nori-Alge Fisch oder ein Stück japan. Omelette, was auf einem, mit Wasabi bestrichen, lang geformten Reisbett liegt Wie Maki, nur ist hier die Nori-Alge um die Füllung gewickelt und der Reis stellt die Außenhülle der Sushi-Rolle dar Roher Fisch wird in Scheiben geschnitten und ohne Reis verzehrt


Perfektes Fast-Food für "if-it-fits-your-macros" -Fans ;-)


Frischer Fisch versorgt uns nicht nur mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren (wichtig für ein gesundes Herzkreislaufsystem, beugt Schlaganfällen und Herzinfarkten vor) und Jod, sondern auch mit viel Eiweiß. Dazu kommt noch, dass die Nori-Algen zu 40 Prozent pflanzliches Eiweiß und kaum Fett enthalten. Weitere gute Inhaltsstoffe der Seetang-Blätter sind Zink sowie verschiedene Vitamine (A, B12, C und E), daher gelten sie auch als "Schlankmacher" und werden schon seit Jahrhunderten in Asien als Heilmittel eingesetzt. Nichts wäre besser geeignet, was den Fisch, das vitaminreiche Gemüse und den Reis (hoher Anteil an Vitamin B, Kalium und Magnesium) umhüllt, der durch seine langkettigen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lässt und wir uns nachhaltig satt fühlen.


Natürlich sind die Kalorienwerte von Sushi-Rolle zu Sushi-Rolle unterschiedlich. Je nachdem, wie groß das Stück ist und womit es belegt wurde kann die Mahlzeit mehr oder weniger Kalorien haben. Man kann jedoch sagen, dass Sushi im Schnitt wenige Kalorien aufweist. Eine ganze Gurkenrolle (auch Kappa-Maki genannt) hat ca. 100 Kalorien – im Gegensatz dazu hat ein 30 Gramm Stück California-Rolle schon knapp 40 Kalorien, da diese Sushi-Variante meist eine Kombination aus Avocado, Gurke sowie Krabbenfleisch oder Surimi ist. Eine typische Sushi-Mahlzeit besteht beispielsweise aus acht Nigiri- und zwei Tekka- oder Kappa-Maki Stücken: Zusammen ergibt das etwa 450 kcal.


Nachteile


Man kann Sushi aber auch zu einer ungesunden Kalorienbombe werden lassen. In einigen Restaurants werden Sushi-Rollen angeboten, die frittierten Fisch bzw. Fleisch enthalten. Füllungen mit Stücken von Pommes frites oder Dip-Soßen auf der Basis von Mayonnaise sind nicht nur ungesund, sondern haben auch nichts mehr mit Sushi im eigentlichen Sinne zu tun.


Die Nori-Algen sollten nur in Maßen genossen werden, da der hohe Anteil an Jod die Gesundheit auch beeinträchtigen kann. Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sollten die Seetang-Blätter vollkommen meiden. Auch wird Thunfisch mittlerweile nachgesagt, dass Schwermetalle in dem Fisch enthalten sein können – demnach ist hier auch Vorsicht geboten und übermäßiger Verzehr sollte vermieden werden. Generell muss darauf geachtet werden, dass nur frischer Fisch verwendet wird. Will man auf Nummer sichergehen, fragt man am besten im Restaurant nach. Der Fisch muss am gleichen Tag noch verkauft werden, an dem er auch gefangen wurde.


Das Geheimnis der Japaner


In Deutschland wurde uns immer beigebracht, dass wir uns nach dem Prinzip der Ernährungspyramide versorgen sollen: Die Basis unserer Ernährung stellt Flüssigkeit dar, aufwärts gesehen kommen wir dann zu Gemüse und Obst (<Gemüse), Getreide und Kartoffeln, Fleisch/Fisch, Milchprodukte und Eier – ganz zum Schluss kommen dann noch Alkohol, Süßigkeiten etc. dazu, die jedoch nicht zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen.


In Japan wird sich eher an eine Art Nahrungskreisel gehalten: Fundament ist natürlich auch hier die Flüssigkeitszufuhr, an zweiter Stelle befinden sich Reis und Getreideprodukte, gefolgt von Gemüse auf Ebene drei. Danach kommen Fisch und Fleisch sowie Eier und Sojabohnen. Am Ende des Kreisels stehen Obst und Milchprodukte – diese Lebensmittel werden nur in ganz geringen Mengen verzehrt.


Studien haben ergeben, dass die Sterbewahrscheinlichkeit um 7 bis 15 Prozent sinkt, wenn wir uns an das Ernährungssystem der japanischen Bevölkerung anpassen und uns nach dem Prinzip des Nahrungskreisels versorgen.


Fazit


Es können noch so viele Studien zum Thema Lebensverlängerung gemacht werden – eine Garantie wird es nie geben. Es kommt auf verschiedene Faktoren an, wie Genetik, die Art, wie wir leben und unsere Gesundheitsversorgung. Der Einfluss unserer Ernährung ist ein Teil davon, aber auch nur ein Teil des Ganzen.


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