Kaffee - Gesunder Wachmacher oder schlechte Angewohnheit?

Jeder von uns hat eine andere Art und Weise, wie er in den Tag startet, jedoch haben viele von uns eine Gemeinsamkeit, die am Morgen nicht fehlen darf: Kaffee. Nicht nur morgens, sondern auch zu anderen Tageszeiten sowie den verschiedensten Situationen ist Kaffee oft als eine Art Helfer, Begleiter oder als Genussmittel zu betrachten. Gerade aus diesem Grund wird schon seit einigen Jahren diskutiert, ob das koffeinhaltige Heißgetränk überhaupt gesund ist oder uns sogar krank machen kann.


Koffeingehalt: Kaffee ist nicht gleich Kaffee


Der Koffeingehalt variiert je nach Röstverfahren, Zubereitung und der Sorte des Kaffees. Beispielsweise hat die Arabica-Kaffeebohne aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften weniger Koffein, als der Robusta-Kaffeestrauch. Allgemein kann man zumindest sagen, dass der Koffeingehalt zwischen 40 mg und 120 mg pendelt, wenn wir von 150 ml ausgehen (das entspricht einer normal großen Kaffeetasse). 125 ml Filterkaffee haben einen leicht sauren ph-Wert von 5.


Positive Auswirkungen auf unseren Körper


Mäßiger Genuss ist das A und O. Behauptungen, wie einen erhöhten Blutdruck oder Insulinspiegel durch Kaffee-Konsum konnten widerlegt werden - genauso auch die These, dass Kaffee den Körper zu stark entwässere und das Herz-Kreislaufsystem schädigen würde. Fakt ist, dass dieses Genussmittel einige gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist:


  • Enthält viele Antioxidantien, welche für unseren Zellschutz zuständig sind. Am meisten sind diese in grünem Röst-Kaffee enthalten.
  • Fördert die Konzentration, wirkt hemmend auf Parkinson und reduziert die Wahrscheinlichkeit für chronische Lebererkrankungen. Sogenannte Adenosinrezeptoren werden durch das Koffein blockiert und so wird mehr Dopamin ausgeschüttet.
  • Die im Kaffee enthaltenen Mineralstoffe, Antioxidantien und Polyphenole (so werden die natürlichen Farb- und Geschmacksstoffe genannt) können das Risiko minimieren an Brust-, Darm-, Blasen und Nierenkrebs sowie Diabetes Typ 2 zu erkranken.


Experten fanden heraus, dass die Annahme, Kaffee entziehe dem Körper enorm viel Wasser, auf veralteten Studien beruhe, deren Daten dazu noch falsch interpretiert wurden. Es stimmt, dass das Koffein bei uns eine kurzfristige harntreibende Wirkung erzielt, jedoch gewöhnt sich der Organismus an die Koffeinzufuhr durch den regel- und gleichmäßigen Kaffee-Konsum. Um eine Tasse trinken zu können muss man sowieso Wasser hinzugeben, das beeinflusst unseren Flüssigkeitshaushalt keineswegs negativ.


Gibt es dann überhaupt noch negative Eigenschaften?


Da wir alle Individuen sind, können die oben genannten positiven Auswirkungen von Kaffee bei dem ein- oder anderem ausbleiben oder sogar negative Resultate mit sich ziehen. Die wohl bekannteste Nebenwirkung ist, dass man abends nicht einschlafen kann, wenn kurz zuvor koffeinhaltiger Kaffee getrunken wurde. Alternativ kann entkoffeinierter Kaffee konsumiert werden, jedoch sollte hier regelmäßiger Genuss vermieden werden. Das Risiko für eine Arteriosklerose-Erkrankung sowie der Cholesterinspiegel werden durch die koffeinfreie Variante erhöht. Frauen in der Schwangerschaft wird dazu geraten, täglich nicht mehr als zwei normal große Tassen Kaffee bzw. maximal 200 mg Koffein zu sich zu nehmen, ansonsten erhöhe man als Mutter das Risiko den Fötus langsamer heranwachsen zu lassen sowie die Folge eines geringeren Geburtsgewichtes.


Weitere negative Aspekte, die auf übermäßigen Kaffeegenuss zurückzuführen sind:


  • Wird zu viel Dopamin ausgeschüttet, führt dies zu Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität.
  • Bei Menschen mit Arteriosklerose oder Herzkrankheiten kann es passieren, dass die Durchblutung des Herzmuskels bei körperlicher Anstrengung reduziert wird.
  • Calcium und Magnesium können schlechter aufgenommen und schneller ausgeschieden werden.
  • Toxische Symptome können auftreten, wie Tachykardie (Herzrasen), Unruhe, Tremor, Angstzustände, Gedankenflucht und Krampanfälle.
  • Kopfschmerzen, Sodbrennen
  • herabgesetzte Zufriedenheit, depressive Stimmung, Reizbarkeit, Abhängigkeit


Fazit


Auch hier gilt wieder: Die Menge macht’s! Als Richtwert sind 400 mg Koffein über den Tag verteilt für einen ausgewachsenen Menschen unbedenklich (das entspricht ca. vier Tassen). Sowohl die gesundheitsfördernden als auch die -schädlichen Auswirkungen auf den Körper und die Psyche können nicht pauschalisiert werden. Jeder reagiert anders auf eine bestimmte Menge an Koffein, daher sollte unser geliebtes Heißgetränk als reines Genussmittel betrachtet werden. Hat man Probleme mit dem Herzen, sollte die Menge des Kaffee-Konsums natürlich mit dem Arzt besprochen werden.


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