Sprunggelenksverletzung

    • Sprunggelenksverletzung

      Mahlzeit zusammen!

      Ich bräuchte mal Eure Erfahrungswerte :) Im Football-Training bin ich unter Vollbelastung umgeknickt und habe mich am Sprunggelenk verletzt. Währenddessen habe ich ein Knacken wahrgenommen. Zwei Teamkollegen meinte sogar etwas gehört zu haben - kann dies aber nicht bestätigen. Kann auch gut möglich sein, dass Material auf Material gestoßen ist.

      Bin darauf ins Krankenhaus, da mein Fuß schon entsprechend angeschwollen war. Die Knochen waren okay und der übermüdete Doc meinte, dass es wohl eine Verstauchung mit einer möglichen Bänderverletzung wäre. Habe eine Orthese bekommen und durfte die Krücken rausholen.
      Am übernächsten Tag waren beidseitig Einblutungen zu sehen, welche im Laufe der Zeit auch beidseitig bis zu den Zehen wanderten. Ich ging zu meinem Hausarzt um mir die Thrombosespritzen abzuholen und schilderte ihm die Sachlage. Er meinte nur, dass ich nach einer Woche versuchen sollte die Krücken in die Ecke zu legen und nur mit der Schiene weiterlaufen solle. Danach rief er praktisch schon den nächsten Patienten rein ohne nur einen Blick auf meinen Fuß geworfen zu haben.
      Darauf die Woche ging ich nochmal zu ihm und er meinte, dass ich nochmal 7 Tage warten sollte bis ich die Schiene ablege. Das war's - wieder kein Blick auf meinen Fuß.

      Die Verletzung ist nun 2 Monate alt und ich habe immernoch Schmerzen im Alltag. Speziell beim Treppen steigen, oder wenn ich den Fuß nach oben oder unten senke. Auch in der Mobilität habe ich Probleme. Zudem habe ich manchmal das Problem, dass der "Fuß" blockiert, dann einmal kurz fein knackt, welches in einen verstärkten Schmerz übergeht. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich eine Fehlhaltung habe und das Gelenk wirkt instabil.

      Da ich noch einen Termin bei meinem Physio offen hatte, meinte ich zu ihm, dass er sich mal meinen Fuß mal anschauen solle. Habe ihm Bilder von der Verletzung gezeigt und er meinte sofort, dass dort Bänder mindestens angerissen gewesen wären und ich mir noch mehr Physio-Stunden vom Doc aufschreiben lassen solle. Er behandelte mein Gelenk darauf mit lockeren Übungen zum Mobilisieren.

      Zu Hause angekommen rief ich beim Hausarzt an und bat um eine Überweisung. Die nette Dame am Telefon ranzte mich an, dass mir bei einer Verstauchung keine Physio zustünde. Auf Nachfrage wie sie zu der Verstauchung kam, meinte sie, dass der Arzt dies so eingetragen hatte. Natürlich.. er hat sich den Fuß ja auch angeschaut.. er muss es ja wissen :thumbup:
      Ein Termin beim Orthopäden ist gemacht, allerdings dauert dies noch etwas.

      Nun zur eigentlichen Frage bzw Fragen :)
      Ich bin schon im Krankenhaus davon ausgegangen, dass es schwerere Bänderverletzung war, habe mich aber auf die Aussagen meines Hausarztes verlassen. War es eine Fehlbehandlung? Habe ich meinen Fuß zu früh und falsch belastet? Können daraus Schäden entstehen? Soll ich beim Orthopäden auf eine Physio-Überweisung bestehen?

      Das ist meine erste Verletzung in diese Richtung und ich bin durch den Sport Schmerzen gewöhnt, aber ich merke, dass hier etwas nicht stimmt. Oder erwarte ich einfach zu viel von meinem Körper?


      /cheers und danke für Eure Aufmerksamkeit :)
    • Aus praktisch identischer Erfahrung.....

      Erst mal die gute Nachricht:
      - Du hast deinen Fuss sehr bald im Alltag wieder leicht belastet. Dies fördert die Heilung. Die Wahrscheinlichkeit ist dadurch relativ gross, dass es mässig bis sehr gut verheilt ist. Ich hoffe, dass du das schwere Training ausgelassen hast?

      Nun die schlechten Nachrichten:
      - Deine Ärzte sind Idioten.
      - Leider warst auch du zu blauäugig und hast es verpasst, einen Profi aufzusuchen, der den offensichtlichen Bänder(an)riss richtig behandelt hätte
      - Mit Spätfolgen musst du leider rechnen

      Starte sofort ein ordentliches Physiotraining. Dieses wird dir helfen die Spätfolgen zu minimieren. Wichtig sind vor allem Mobilität und Stabilität des Sprunggelenks. Halte dich auch nach der Physo an die Tipps der Profis und trainiere weiter mit Wackelbrettern, Pezibällen, usw usw.

      Ich hoffe, dir geholfen zu haben :thumbup:
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    • Zombienation schrieb:

      Aus praktisch identischer Erfahrung.....
      Wie lange hattest du denn mit dem Spaß zu tun?


      Zombienation schrieb:

      Ich hoffe, dass du das schwere Training ausgelassen hast?
      Ja, komplett. Zwar sitze ich auf heissen Kohlen, aber bei der Verletzung war ich diesmal sehr vorsichtig. :P

      Zombienation schrieb:

      Leider warst auch du zu blauäugig und hast es verpasst, einen Profi aufzusuchen, der den offensichtlichen Bänder(an)riss richtig behandelt hätte
      Ja, definitiv! Das passiert mir auch kein zweites Mal :D

      Zombienation schrieb:

      Mit Spätfolgen musst du leider rechnen
      Wie äußern sich diese? Ist das "nur" eine Instabilität, oder kann auch permanent die Mobilität darunter leiden?

      Zombienation schrieb:

      Halte dich auch nach der Physo an die Tipps der Profis und trainiere weiter mit Wackelbrettern, Pezibällen, usw usw.
      Auch hier definitiv! :P Ich hatte mal mit einem Bizepssehnenriss zu tun und ich habe gemerkt wie schnell und vorallem effektiv eine Physio ist. Lege das selbst jedem ans Herz die Physio bzw den Übungen gescheit durchzuziehen. :)
    • mich hat das dann locker 5 Jahre gejagt. Mal mehr mal weniger. Heute habe ich nur noch selten etwas Instabilität auf losem Untergrund. Intensiver Basketball ohne stabile Schuhe geht allerdings auch nicht gut.

      Die Spätfolgen sind vielfältig. Meine sind nur ein Beispiel. Wetterfühligkeit wäre noch zu nennen, nervig aber ganz ok. Krasse Steifigkeit im Fuss am Morgen für paar Schritte. Ich bin 34 und den Unfall hatte ich mit 16.

      Du warst aber schlauer als ich. Daher nur keine Bange. Das wird wieder!!!
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